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„Die Lymphe, das ist das Allerfeinste, Intimste und Zarteste in dem ganzen Körperbetrieb. Man spricht immer vom Blut und seinen Mysterien und nennt es einen besonderen Saft. Aber die Lymphe, die ist erst der Saft des Saftes, die Essenz, Blutmilch, eine ganz deliziöse Tropfbarkeit."
So eindrucksvoll schildert Thomas Mann im „Zauberberg" die lebenswichtige Bedeutung des Lymphsystems.
Lymphatische Entsorgung
Alle Zellen unseres Organismus werden über das arterielle Blutsystem mit nährstoffreichem Blut versorgt. Im Kapillarnetz, dem Netz feinster Adern, verlässt ein Teil der Blutflüssigkeit, beladen mit Nährstoffen und auch Eiweiss, die Gefässe, um die einzelnen Zellen versorgen zu können.
90% dieser Flüssigkeit können vom venösen Teil des Gefässsystems wieder aufgenommen werden. Die restlichen 10% und alle grossmolekularen Eiweissstoffe, die sich zwischen den Zellen befinden, werden durch das Lymphsystem entsorgt.
Letztlich vereinigen sich die Lymphgefässe im Bereich der Venenwinkel und münden in eine herznahe Vene. Eigene kleine Muskeln und Klappen der Lymphgefässe sorgen für die richtige Stromrichtung.
Massage der sanften Art
Eine gezielte Folge einzelner rhythmischer, ganz sanft auszuführender Pump-, Kreis- und Druckbewegungen versetzt die Gewebsflüssigkeit in Bewegung. Mit an- und abschwellendem Druck in Richtung der Lymphabflussbahnen helfen sie der Lymphe, neue Abflusswege zu finden.
Rhythmus und Zartheit der Massage wirken auch auf das Nervensystem. Entspannung, Erholung und örtliche, sowie generelle Schmerzlinderung können auch ein Erfolg der Lymphdrainage sein.
Das körpereigene Abwehrsystem kann, ebenso aktiviert und stimuliert werden.
Verfasser Michael Oexle
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