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Kompression durch Bestrumpfung PDF Drucken E-Mail


Ist durch die kontinuierliche Kombinationsbehandlung mittels Manueller Lymphdrainage und Kompressionsbandage das Ödem dezimiert und auf einem zumindest erwünschten Entödematisierungsniveau angelangt, sollte der behandelnde Arzt gebeten werden, Kompressionsstrümpfe (im Volksmund „Gummistrümpfe" genannt) zu verordnen.

Medizinische Kompressionsstrümpfe erhalten ihre komprimierenden Eigenschaften dadurch, dass sich aus umwobenen, elastischen (Gummi-) Fäden ein Gewebe („Gestrick") herstellen lässt. Dabei üben sie einen, entsprechend der zu behandelnden Erkrankung genau definierten und exaktdosierten Druck auf die jeweiligen Regionen aus. Sie sind deshalb in verschiedenen Kompressionsklassen lieferbar.

Neben medizinischen Kompressionsstrümpfen für die Beine gibt es ausserdem auch komprimierende Armstrümpfe. Im Hinblick auf Material, Herstellungsverfahren, Qualitätsanforderungen, Kompressionsklassen, Konfektion sowie Massanfertigung oder auch Pflegehinweisen unterscheiden sich Armstrümpfe nicht von Beinstrümpfen.

Bei Kompressionsstrümpfen wird grundsätzlich zwischen Massstrümpfen und Standardstrümpfen unterschieden (die sog. „Stützstrümpfe" zählen nicht zu den Kompressionsstrümpfen und sind auch nicht verordnungsfähig!).


Massstrümpfe

Sie werden individuell auf die jeweiligen Umfangmasse des Patienten abgestimmt und unter Berücksichtigung der genau geforderten Kompressionsklasse als Massanfertigung hergestellt.


Standardstrümpfe

Auch Nummern-, Serien- oder Normstrümpfe genannt: Standardkompressionsstrümpfe werden nach festgesetzten, einheitlichen Normmassen in verschiedenen Grossen und Kompressionsklassen für Lagerhaltung angefertigt.

Für den Einsatz bei Patienten mit Lymphödemen eignen sich nur Massstrümpfe!

Wird ein Kompressionsstrumpf vom Arzt verordnet, so sollten folgende, obligatorische Angaben Bestandteil des Rezeptes sein:

  1. Anzahl der Strümpfe (am besten 2 Ausführungen aus hygienischen Gründen)
  2. Kompressionsklasse
  3. Strumpflänge
  4. Konfektions- oder Massanfertigung - Diagnose
  5. evtl. Befestigungssystem
  6. Ärzte, die selbst Mass genommen haben, legen der Verordnung die entsprechende Messkarte bei.

ACHTUNG:
Ein Kompressionsstrumpf hat normalerweise bei regelmässigem Tragen eine „Lebensdauer" von etwa einem halben Jahr.

Auf der Verordnung muss die Bezeichnung „Kompressionsstrumpf" stehen. Nur so ist der Strumpf verordnungsfähig. Dieses trifft bei Standardstrümpfen nicht zu.

 
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